| Fricktaler Eisenweg 20. Sept. 2008
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Die Naturfreunde unterwegs auf dem Eisenweg
Am 20. September 2008 trafen sich die Naturfreunde aus dem Aargau in Wölflinswil.
Unter der kundigen Führung von Peter Bircher, dem ehemaligen Gemeindeschreiber und langjährigen Nationalrat aus dem Juradorf hinter dem Benkerjoch, wanderten die Naturfreunde auf dem Eisenweg von Wölfinswil nach Herznach. Die Förderung des Eisenerzes in diesem Gebiet hatte den Dörfern im Jura schon früh einen gewissen Wohlstand gebracht. Die erste urkundliche Erwähnung des Erzabbaues stammt aus dem Jahr 1207.
Die Einführung mit vielen geschichtlichen und geologischen Fakten führte Peter Bircher im alten Gemeindehaus im provisorischen Informationsraum des Vereins Eisenweg durch. Danach ging es den braunen Eisenweg-Hinweistafeln entlang Richtung Herznach. Eine Station wurde bei der mittelalterlichen Erzabbaustelle von Wölflinswil auf Boll gemacht. Eine weitere Station im Wald war bei der Besichtung eines „Pingen“, einer Doline ähnlichen, kraterförmigen Vertiefung. Eigentlich die Reste eines Schachtes, bei welchem in einer Tiefe von zwanzig bis dreissig Metern Erz abgebaut wurde.
Kennst Du den Aargau ist eine informative Exkursionsreihe, welche vom Kantonal-verband der Naturfreunde Aargau seit ein paar Jahren organisiert wird. Bisher gehörten Besuche bei Industrieunternehmen, Weinbaugebieten, Industriegeschichte, Sondermülldeponie Kölliken oder der Besuch des Skulpturenpark von Bruno Weber zum Programm.
Nach einem kurzen Apéro auf dem Birchhof bei der Familie Treier und einigen Informationen zum landwirtschaftlichen Betrieb der Familie wanderten die Naturfreunde auf dem Eisenweg weiter.
In Herznach, wo der Erzabbau bergmännisch von 1935 bis 1967 durchgeführt wurde, konnte die Gruppe einen Blick durch die wieder aufgeschnittene Betonwand, welche den ehemaligen Zugang zu den Bergwerkstollen verschliesst, werfen. Die vielen dahinter liegenden Stollen konnten nur erahnt werden. Dass das Bergwerk eine relativ grosse Ausdehnung hat, konnte den informativen Hinweistafeln, welche an verschiedenen Stellen dem Eisenweg entlang montiert sind, entnommen werden. Der Abschluss des Eisenweges war die Besichtigung der vereinseigenen Ammonitensammlung verbunden mit einer Einführung von Frau Reimann zum Thema Versteinerungen aus dem Eisenbergwerk Herznach.